Erstmalig seit Jahrzehnten wurde die wichtigste nationale Regatta im Kleinboot, die Deutsche Kleinbootmeisterschaft, in München auf der Olympiaregattastrecke in Oberschleißheim ausgetragen. Frühlingshaftes Wetter mit meist fairen Bedingungen waren der Rahmen für die knapp 500 Starter, die ausschließlich im Einer und im Zweier ohne antraten.
Aus Sicht der am BSP trainierenden Athleten aus Frankfurt/Mainz war es ein gutes und erfolgreiches Wochenende, was insbesondere im U23 Bereich auf internationale Startmöglichkeiten hoffen lässt.
Eine Bronzemedaille erruderte sich Raphaela Wernern (RV Mainz) mit ihrer Partnerin aus Hamburg im Frauen Zweier ohne Stm. Allein schon im Finale gewesen zu sein, war eine tolle Leistung und dort krönten die beiden ihren ersten Auftritt, so dass sie in der U23 Wertung als schnellste Boot in die Saison gehen werden. Im demselben Rennen ruderten aus heimischer Sicht Ida Janssen (RCN Höchst)/Amelie Müller (Hanauer RG) am Ende auf den sechstschnellsten Platz in der U23 Wertung und könne auf weitere gute Rennen in der Saison hoffen.
Sieger und Deutsche Meisterin im Frauen 2- wurde Hanna Reif (FRGG) /Lene Mührs (Kettwig), die allerdings nicht am BSP trainieren, sondern sich in Berlin am LZ vorbereitet haben.
Der Frauen Einer war gleich mit zwei Hessinnen im Finale bestückt. Am Ende nach den sehr harten Vorläufen, Viertelfinalen und Halbfinalen ist es eine der größten Auszeichnungen in ein Finale bei diesen Meisterschaften zu kommen. 41 Starterinnen stellten sich der Herausforderung und Juliane Faralisch (FRGG) in Berlin trainierend sowie vom heimischen Stützpunkt Johanna Debus (RV Hellas Offenbach) ruderten sich in dramatischen Halbfinalrennen in das Finale. Juliane, sicher eines der Mitfavoriten auf den Sieg wurde am Ende Vierte, Johanna, als Aufsteigerin in die Eliteklasse wurde Sechste. Beide sind somit in der Mannschaftbildung zum Paradeboot des DRV, dem Frauendoppelvierer eingeladen und werden hoffentlich beide die Farben des DRV auf den kommenden Weltcups vertreten.
Im Männer Zweier ohne kamen die am BSP trainierenden Sportler wie folgt an und blieben im Rahmen der erhofften Möglichkeiten. Hanack/Follert ( RV Hellas Offenbach/Krefeld), kamen auch nach harten Vor-Viertelfinalen im Halbfinale der besten 12 deutschen Boote an und belegten am Ende Rang 10.
Die Youngster, Enzio Flöter/Leander Reinelt (RV Hellas Offenbach) belegten am Ende einen sehr guten sechsten Platz im C-Finale, was gleichbedeutend mit dem 5. schnellsten reinen U23 Boot ist. Da beide keine gute Vorbereitung auf die Regatta in Folge von Erkrankungen und Verletzungen hatten, ein gutes Resultat.
Sieger im Männer 2- wurde, nicht in Frankfurt trainierend, aber seit vier Jahren für die FRGG startend, Theis Hagemeister, der souverän den Titel mit seinem Bonner Partner Paul Klapperich erruderte und wohl der Schlagmann vom Deutschland-Achter, wie auch 2025, werden wird. Eine grandiose Leistung.
Abschließend noch der Männer-Einer: Wie in den Jahren 2022 und 2023 fahren die beiden besten deutschen Ruderer für Frankfurter Vereine. Olympiasieger Oliver Zeidler fuhr wie meistens sehr schnelle erste 1000m und führte dort und auch an der 1500m Marke mit 4-5 Sekunden. Jonas Gelsen (RCN Höchst) ruderte die kompletten 2000m mit Schlagzahl 39-40/Minute und fuhr konstante 500m Zwischenzeiten und kam am Ende, wie auch schon 2022 und 2023 immer näher ran und wurde mit nur 1,1 Sekunden Deutscher Vizemeister. Ein fantastisches Rennen von Gelsen, der nach einem Jahr Pause wieder in die Weltspitze gerudert ist.
weiter viel Erfolg …




