Der Frankfurter Regatta-Verein geht mit der TU Darmstadt – Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft im Bereich der wissenschaftlichen Untersuchung von Regattaplätzen neue Wege

Da die PRODYNA Ruder-Bundesliga und auch die ROWING Champions League mitten in den Metropolen Deutschlands und Europas vermehrt auf Flüssen stattfinden werden, sollen mit Prof. Boris Lehmann und seinem Mitarbeiter Dr. Aron Roland der TU Darmstadt wissenschaftliche Standards geschaffen werden, um die Fairness einer Wasserfläche bewerten zu können.

Das Institut für Wasserbau und Hydraulik beschäftigt sich mit den verschiedensten Fragen des Wasserbaus und der Wasserwirtschaft u.a. mit der Entwicklung und den Betrieb von numerischen Strömungsmodellen und Messungen von Strömungen in Gewässern.

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Geplant sind zunächst einfache Messungen bei unterschiedlichen Abflussbedingungen am Main ab Februar, die am Beispiel Frankfurt folgende Frage beleuchten: Fairness, Wellen- und Windeinflüsse. Weiterhin wird geprüft ob eine numerische 3D Simulation des Mains vom Kraftwerk Offebach bis zum Wehr Schwanheim im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel möglich ist.

Um den hohen sportlichen Wert der PRODYNA Ruder-Bundesliga und der ROWING Champions League in Frankfurt gewährleisten zu können, wurden erste Überlegungen angestellt und ein Kostenvoranschläge für 100 aufblasbaren Tubes wurde eingeholt.

Hier braucht der Frankfurter Regatta-Verein die Hilfe der staatlichen und städtischen Partner, um dieses engagierte Vorhaben umsetzen zu können. Weiterhin ist für 2014 bei der PRODYNA Ruder-Bundesliga umgesetzt, dass die Regatta auf dem 2-Bahnen Modus gerudert wird. Hierdurch sollen weitere Erfahrungen gemacht werden, natürlich auch den Vorstellungen der Mannschaften Rechnung getragen werden. Diese Veränderung ist mit der Fahrgastschifffahrt und dem WSA abgestimmt.

Diese Maßnahmen sollen für die Vereine, die Liga, aber auch den Regattaveranstaltern Planungssicherheit bringen und vor allem objektive Fakten, auf deren Grundlage man Regattaplätze bewerten kann. Diese gibt es im Bereich der Sprintserien noch nicht.

Auch die ersten Driftversuche haben noch 2013 stattgefunden. Hier sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache – die Bahnen weisen selbst bei einem um 50{9d0b46a8f83b6062ab75866af5b6c3dbc9cace35f96f2ca5e5bb79be1ae3ddb6} erhöhten Durchfluss nur eine sehr geringen Unterschied bzgl. der Geschwindigkeit der Driftkörper auf.

Hier bestätigt sich die rein physikalische Einschätzung, dass theoretisch in der Außenkurve die höhere Strömung zu messen sein sollte. Um die Eindrücke der Ruderinnen und Ruderer wissenschaftlich valide bewerten zu können, stehen aber noch weitere Versuche aus.

Durch den Einsatz von GPS-gestützten Bojen werden im März bei besserer Witterung die Driftversuche daher verfeinert und anschließend ausgewertet aus diesem Verfahren soll ein Standard abgeleitet werden, der insbesondere bei Sprintwettbewerben die Vergleichbarkeit der Strömungen auf den verschiedenen Bahnen nachzuweisen vermag.

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